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Automatisierung oder Automatisierung mit KI?

Ein Leit­fa­den zur besseren Ent­schei­dung.

Automatisierung ist ein entscheidender Faktor für Effi­zienz und Wett­be­werbs­fähig­keit, aber nicht jede Aufgabe lässt sich sinnvoll auto­ma­ti­sieren und nicht jede Auto­ma­ti­sie­rung braucht KI.

Viele Unternehmen sehen ihren ersten Einsatz von KI genau in der Auto­ma­ti­sie­rung – und das ist grundsätzlich eine wert­volle Über­legung. Aber es kommt darauf an ab­zu­wägen und genauer hin­zu­schauen: Welche Pro­zes­se lohnen sich wirklich für eine Auto­ma­ti­sie­rung? Und wenn ja, reicht eine einfache Regel­steu­erung aus oder ist der Ein­satz von KI – viel­leicht sogar ge­ne­ra­tiver KI – tat­säch­lich die beste Wahl?

Wir sind große Fans von KI und vor allem von ge­ne­rativer KI. Sie eröffnet groß­artige Mög­lich­keiten. Doch ihr Ein­satz muss sinnvoll sein. Sonst steigen die Kosten und alles wird kom­plexer statt einfacher, während das Frust­poten­zial wächst.

Unser BlogBeitrag soll dabei unterstützen, Auto­ma­ti­sie­rungsfälle zu erkennen und die richtige Tech­no­lo­gie dafür aus­zu­wählen.

In diesem Blogartikel sprechen wir darüber

■ Wann sich Auto­ma­ti­sie­rung lohnt – und wann nicht.

■ Der Unterschied zwischen einfacher (regelbasierter) Auto­ma­ti­sie­rung und KI-gestützter Automatisierung.

■ Wann KI tatsächlich einen Vorteil bringt – und wann sie überflüssig ist.

■ Wie generative KI in den Auto­ma­ti­sie­rungsprozess passt.

■ Ein Entscheidungs-Check zur Auswahl der richtigen Auto­ma­ti­sie­rungsstrategie.

Wann lohnt sich Automatisierung?

Grundsätzlich macht Automatisierung immer dann Sinn, wenn eine Aufgabe

  • wiederkehrend ist
  • viel Zeit frisst, aber wenig kreative Denkleistung erfordert
  • zu Fehlern neigt, wenn sie manuell ausgeführt wird
  • klaren Regeln folgt oder gut durch Daten gesteuert werden kann

Auto­ma­ti­sie­rung kann Prozesse effizienter gestalten und Mitarbeitende entlasten. Heißt, im besten Fall sollte Auto­ma­ti­sie­rung keine Jobs ersetzen, sondern Menschen unter­stützen.

Einfache Automatisierung oder KI? Der große Unterschied.

Ist die Entscheidung für Auto­ma­ti­sie­rung gefallen, steht die nächste Über­le­gung an:
Welche Art von Auto­ma­ti­sie­rung ist die beste Ent­schei­dung fürs Un­ter­nehmen?

Zwei Hauptwege

1. Einfache (regelbasierte) Automatisierung

Einfache Automatisierung folgt festen Regeln. Sie erledigt Auf­ga­ben nach dem Prin­zip: »Wenn A passiert, dann tue B.« Typische Beispiele:

  • eMail-Regeln »Wenn Absender = X, dann verschiebe in Ordner Y.«
  • Automatisierte Rech­nungs­prüfung »Wenn Betrag > X, dann prüfe erneut.«
  • Regelbasierte Chatbots mit vor­de­fi­nierten Ant­worten.
  • Standar­di­sierte Produkt­em­pfeh­lungen »Kaufst du X, dann schau dir Y an.«

Wann ist das sinnvoll?

  • Wenn Prozesse einfach und wieder­hol­bar sind.
  • Wenn es wenig Ab­wei­chungen oder un­struk­tu­rierte Daten gibt.
  • Wenn man schnell und kos­ten­günstig auto­ma­ti­sieren will.

Wann reicht das nicht aus?

  • Wenn Daten oder Inhalte variieren.
  • Wenn menschliche Inter­pre­ta­tion not­wendig ist.
  • Wenn sich die An­for­de­rungen häufig ändern.

Fazit: Einfache Auto­ma­ti­sie­rung ist dann die beste Wahl, wenn klare Regeln be­stehen und keine gro­ßen Ab­wei­chungen vor­kommen.
Sie ist leicht ver­ständ­lich, schnell im­ple­men­tier­bar und kosten­günstig. KI ist hier nicht er­for­der­lich, da die Pro­zess­e keine kom­plexen Ana­ly­sen oder Ent­schei­dungen erfordern. Wird eine Auf­ga­be jedoch zu­neh­mend un­über­sicht­lich oder va­ria­bel, sollte geprüft werden, ob eine KI-ge­stützte Lö­sung mehr Ef­fi­zienz bietet.

2. KI-gestützte Automatisierung

KI kann mehr als nur festgelegte Regeln befolgen. Sie lernt, analysiert und passt sich an. Sie kann

  • Muster in Daten erkennen, z. B. Rech­nungs­betrug aufdecken.
  • Kundenanfragen intelligent be­ant­worten.
  • Produkte indi­vi­duell em­pfehlen.
  • Dokumente oder eMails auto­matisch ver­stehen und ver­ar­beiten.

Wann ist das sinnvoll?

  • Wenn es unstrukturierte Daten gibt, z. B. Texte, Bilder, Sprache.
  • Wenn ein Prozess viele Ausnahmen hat.
  • Wenn eine Auto­ma­ti­sie­rung »denken« und dy­na­misch rea­gieren soll.

Wann reicht das nicht aus?

  • Wenn einfache Regeln genügen.
  • Wenn zu wenig Daten für eine zu­ver­läs­sige KI-Analyse vor­liegen.
  • Wenn man die Ent­schei­dungen der Auto­ma­ti­sie­rung genau nach­voll­zie­hen muss (Erklär­bar­keit!).

Fazit: KI-gestützte Auto­ma­ti­sierung ist ideal für komplexe, dynamische Prozesse mit va­ria­blen Daten.
Sie hilft, Muster zu erkennen, sich anzupassen und unvor­her­seh­bare Si­tua­tionen zu be­wäl­tigen. Allerdings sind der Imple­mentie­rungs­auf­wand und die Kosten höher als bei ein­facher Auto­ma­ti­sierung. Zudem muss sicher­ge­stellt sein, dass genügend qualitativ hoch­wer­tige Daten für eine sinnvolle KI-An­wen­dung vorliegen. Ist dies nicht der Fall, könnte eine regel­ba­sierte Lösung effekvtiver und wirt­schaft­licher sein.

3. Generative KI: Der nächste Schritt

Generative KI erweitert die Möglichkeiten der Auto­ma­ti­sierung erheblich, da sie nicht nur be­ste­hende Inhalte ana­ly­sieren oder um­struk­tu­rieren, sondern auch völlig neue In­halte erstellen kann. Das bedeutet, dass sie in Bereichen, die krea­tives Denken oder Perso­na­li­sierung erfordern, große Vorteile bietet.

  • Automatische Text­er­stellung, z. B. perso­na­lisierte eMails oder Berichte.
  • Dynamische Präsen­ta­tionen aus Rohdaten.
  • Individuelle Kunden­kom­mu­ni­kation mit in­divi­du­ellen Ant­worten.

Wann ist das sinnvoll?

  • Wenn Inhalte nicht nur analysiert, sondern auch generiert werden müssen.
  • Wenn eine hohe Per­so­na­li­sie­rung erforderlich ist.
  • Wenn kreative Prozesse teil­auto­ma­tisiert werden sollen, ohne auf mensch­liche Kreati­vi­tät voll­stän­dig zu verzichten.

Wann ist das nicht sinnvoll?

  • Wenn Prozesse klare, unveränderliche Regeln haben und keine neue Ge­ne­rie­rung von Inhalten er­for­der­lich ist.
  • Wenn generierte Inhalte eine hohe Verläss­lich­keit oder rechtliche Präzi­sion benötigen.
  • Wenn Kontrolle über den generierten Output notwendig ist und man keine uner­war­teten Ergeb­nis­se ris­kie­ren möchte.

Fazit: Generative KI ist kein klassisches Auto­ma­ti­sie­rungswerkzeug, sondern eine Er­weite­rung für Prozesse, die über reine Analyse und regel­bas­ierte Ver­ar­bei­tung hi­naus­gehen.
Sie eignet sich be­sonders für Auf­gaben, die eine hohe Varia­bi­li­tät oder Krea­ti­vität er­for­dern. Ist jedoch kein neuer Content nötig und reichen feste Strukturen aus, ist generative KI nicht die beste Wahl – in solchen Fällen bleibt klassische oder KI-gestützte Auto­ma­ti­sie­rung effizienter und ver­läss­licher.

Betroffenheitsanalyse: Welche Auto­ma­ti­sie­rung ist die richtige?

Um zu entscheiden, ob einfache oder KI-gestützte Auto­ma­ti­sie­rung die bessere Wahl ist, helfen diese Fragen:

  1. Sind meine Daten klar strukturiert?
    Ja → Einfache Automatisierung reicht.
    Nein → KI könnte helfen, Daten zu analysieren.

  2. Brauche ich Flexibilität oder reicht ein starres Regelwerk?
    Regeln genügen → Einfache Automatisierung.
    Flexibilität ist wichtig → KI ist die bessere Wahl.

  3. Sind Inhalte nur zu verarbeiten oder auch zu generieren?
    Nur verarbeiten → KI zur Analyse.
    Auch erstellen → Generative KI kann helfen.

  4. Sind genug Daten für eine KI da?
    Ja → KI kann trainiert werden.
    Nein → Regelbasierte Auto­ma­ti­sie­rung ist besser.

  5. Lohnt sich der Aufwand?
    Geringe Komplexität, schneller Nutzen → Einfache Auto­ma­ti­sie­rung.
    Hoher langfristiger Mehrwert → KI-gestützte Auto­ma­ti­sie­rung.

Fazit: Sinnvoll automatisieren – ohne Frust und Kostenexplosion.
Automatisierung ist immens hilfreich – aber sie muss gut durchdacht sein. Regel­ba­sierte Auto­ma­ti­sie­rung ist für einfache, sich wieder­ho­lende Pro­zes­se ideal. KI-gestützte Auto­ma­ti­sie­rung lohnt sich, wenn Daten ana­lysiert, Zu­sam­men­hänge erkannt oder Pro­zes­se flexi­bel an­ge­passt werden müssen. Ge­ne­rative KI er­öff­net völ­lig neue Mög­lich­keiten, ist aber nur dort sinn­voll, wo tat­säch­lich Inhalte neu er­stellt werden sollen.

Unsere Empfehlung: Klein starten. Testen, was funk­tio­niert. Auto­ma­ti­sie­ren Sie nicht blind mit KI, sondern genau dort, wo sie einen echten Mehr­wert für Ihr Unter­neh­men bringt.

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